what the FAQ, INFORMATIK 2022 - Tag 1

Shownotes

"How can we be good for the planet and not a little less bad?“ Also wie können wir gut für den Planeten sein und nicht nur weniger schlecht? Das fragte sich heute auf der enviroinfo der Chemiker Prof. Dr. Michael Braungart von der Universität Lüneburg und liefert eine Antwort gleich mit: Zusammen mit dem Architekten William McDonough hat er den Cradle-to-Cradle-Ansatz begründet.

Bei diesem Ansatz werden ganze Produkte in biologische oder technische Kreisläufe zurückgeführt - beim einfachen Recycling ist es bloß ein kleiner Teil davon. Ziel ist wirkliche Nachhaltigkeit, die schon beim Produktdesign ihren Anfang hat.

Entlang des Lebenszyklus eines Produktes wirft die Digitalisierung verschiedene Probleme auf, wie Jens Gröger vom Öko-Institut beschreibt: Menschen, darunter sogar Kinder, arbeiten unter schlimmen Arbeitsbedingungen in Minen, um Materialien wie Seltene Erden zu gewinnen. Die Geräte werden unter schlechten Arbeitsbedingungen zusammengesetzt. Ist das Gerät kaputt, entsteht viel Müll, von dem nur ein Teil recycelt wird - ebenfalls unter unter schlechten Arbeitsbedingungen.

Und während der Nutzung wird viel CO2 ausgestoßen. Hier könnt ihr checken, wie groß euer digitaler Fußabdruck ist: https://www.digitalcarbonfootprint.eu/

Aber digitale Technologien können auch helfen, die UN-Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen. Das sieht man zum Beispiel an der Corona-Pandemie. Dank digitaler Technologie konnten manche von uns zuhause arbeiten oder am Schulunterricht teilnehmen.

Wichtig ist jedenfalls immer: "Leave no one behind!" Das Ziel muss sein, niemanden von Dingen auszuschließen. Die Oma von nebenan soll zum Beispiel noch einkaufen gehen können, auch wenn sie kein Smartphone hat.

Wie fändet ihr eine Competition der umweltfreundlichsten digitalen Produkte und Services, so dass sie belohnt werden und bekannter werden?

Kira Obergöker vom Umwelt-Campus Birkenfeld hat in ihrer Bachelorarbeit den Datenkonsum von mobilen Apps untersucht. Es gibt einen Blauen Engel für besonders umweltfreundliche Softwareprodukte. Und die Kriterien sind auch auf mobile Apps anwendbar.

Spannender Fakt aus dem Talk von Achim Guldner vom Umwelt-Campus Birkenfeld: Es gibt auf der Welt ungefähr zweimal so viele Smartphones, Smartwatches und andere Internet-of-Things-Geräte wie Menschen!

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